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1984 wurde der Verein Frauentreffpunkt als niedrigschwellige, frauenspezifische
Sozialberatungsstelle gegründet. Das Angebot richtete sich vorwiegend
an obdachlose Frauen und Frauen mit Psychiatrieerfahrung. Heute ist
der Frauentreffpunkt eine Frauenberatungsstelle, in der niedrigschwellige
und frauenspezifische Beratung, Begleitung und Betreuung angeboten
werden. Zusätzlich zum Beratungsangebot bietet der Frauentreffpunkt
einen Frauenraum, wo Frauen
vorbeikommen können um sich in einem frei zugänglichen Raum
aufzuhalten, andere Frauen zu treffen bzw. um Informationen einzuholen
und auszutauschen.
Unser Beratungs- und Betreuungsangebot ist Ausdruck unserer
feministischen Grundhaltung und unseres sozialpolitischen Engagements.
Die Bekämpfung der ganz normalen Benachteiligung von Frauen hinsichtlich
der Verfügung über Ressourcen und der Teilnahme am wirtschaftlichen und
gesellschaftspolitischen Leben ist der Hintergrund unserer Arbeit. Die
Probleme, mit denen Frauen in die Beratung kommen, sehen wir als Effekt
der strukturellen Benachteiligung von Frauen und als individuelle
Verarbeitungsform von Diskriminierung, Ausbeutung, Gewalt und
eingeschränkten Lebenschancen.
Das wesentliche Ziel unserer Arbeit ist die Stärkung der Ressourcen von
Frauen in materieller, rechtlicher und psychischer Hinsicht. Besonders
wichtig ist uns dabei, Frauen den Zugang zu öffentlichen Einrichtungen
zu erleichtern bzw. zu ermöglichen. Um Frauen bei der oft existenziell
notwendigen Inanspruchnahme von Institutionen zu stärken, bieten wir
Aufklärungs- und Informationsarbeit in sozialrechtlicher,
familienrechtlicher und fremdenrechtlicher Hinsicht sowie Begleitung zu
Ämtern und zu Gericht.
Die Beratung wird von einem multiprofessionellen Team aus
Expertinnen in frauenspezifischer Beratung mit verschiedenen
Grundberufen (Juristinnen, Psychologinnen, Politologin) angeboten.
Zentrale Grundsätze für unsere Beratungsarbeit sind Parteilichkeit,
Ganzheitlichkeit und Niedrigschwelligkeit. Parteilichkeit ist in der
gemeinsamen Erfahrung als Frauen verwurzelt. Wir treten parteilich für
die Interessen von Frauen ein im Sinne eines Gegengewichts zur üblichen
Orientierung an männlichen Lebenszusammenhängen. Ganzheitlichkeit
verweist darauf, dass die Bewältigung einer Krisensituation in mehreren
Lebensbereichen ansetzen muss. Niedrigschwelligkeit ist uns im Sinne von
möglichst geringen Zugangshürden und der raschen unbürokratischen Hilfe
wichtig. Wir verstehen die Beratung als Hilfe zur Selbsthilfe, soweit
dies die Ressourcen der Ratsuchenden erlauben.
Die Beratung ist kostenlos, vertraulich, auf Wunsch anonym und basiert
auf freiwilliger Inanspruchnahme. |
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Der
Verein Frauentreffpunkt/Frauenberatung Salzburg wird gefördert von:
Land Salzburg - Arbeitsmarktservice - Frauenbüro der Stadt Salzburg

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